Die Snottinger Polizeistation

Das Skærbæk Fanweekend soll ja in diesem Jahr nicht sein. Wir sind alle traurig, aber Gesundheit geht vor! Aber ich will natürlich das vorbereitete MOC trotzdem „aufbauen“. Auch wenns nur virtuell im Web ist.

In Snottingen hat das Verbrechen ab sofort keine „Schangse“ mehr. Denn das neue Polizeirevier ist bezugsfertig.

Snottingen Police Station, front side

Der familiäre Kommentar zu Bauphase des Erdgeschosses und Hof war schlicht: „Na, bauste’n Knast?“ – Frechheit! dacht ich mir … aber irgendwie stimmt es schon. Die ersten Verbrecher sind auch schon in die Zellen der Wache eingezogen.

No chance for crime in Snottingen

Snottingen Police Station, backyard side

Der „Knast“ von hinten. Die schnittige Kurve in der Aussenmauer ist der Tatsache geschuldet, dass hier später im Gesamtaufbau die Ostkurve der Snottinger Monorail verläuft.

Das Kommissariat und die Funk- und Notrufzentrale ist besetzt und die Verfolgung aller Bösewichte in Snottingen läuft auch schon auf Hochtouren!

Detectives office

Emergency Callcenter

Die Konstruktionsherausforderung an diesem Modularhaus war, dass es auf eine Innenecke gebaut werden musste, damit es sich in das aktuelle Straßenlayout von Snottingen einfügt.

Das ganze Konstrukt ist wie immer Modular auf 32x32er und 16x32er Baseplates und hat geschätzte 7.500 Teile. Insgesamt ist die Grundfläche 64×48 Noppen. Gebaut habe ich vollkommen ohne Vorlage und einfach drauf los von Dezember 2019 bis Juni 2020 immer mal wieder in kleineren Bauabschnitten. Es wurde verbaut, was so da war. Manchmal muss man einfach über seinen Schatten springen. Ich geb’s ja zu, denn interessanterweise passen die Azurblauen Fenster aus der von mir wegen der Farben verpönten LEGO® Friends Serie ganz wunderbar.

Ein paar mehr Bilder gibts, wie immer, auf Flickr

outgoing prisoner transport

Auf zu neuen Ufern!

Keine Angst, dies ist kein Abgesang auf LEGO® – obwohl man mittlerweile, beim Blick über den Tellerrand, erstaunliches von alternativen Herstellern der klein Steine zu sehen bekommt. Nein, heute geht es eher um die persönliche Komfortzone des Autors. Es gibt Momente im Leben, da muss man da einfach raus. Man hat es sich ja im laufe der Jahre in seiner LUG-Blase bei den Brick-Fans Rhein-Main gemütlich gemacht und werkelt so vor sich hin, besucht Ausstellungen, Events und Workshops und organisiert solche Sachen auch selbst. Mehr oder minder gut – ganz wie es die Komfortzone eben zulässt. Wenn man es besonders gut trifft auch mal für mehr als 25.000 Ausstellungsbesucher in 10 Tagen. Es war mir ein Fest!

Am Heck

Und dann kommt der Moment, an dem man feststeckt. (Welch herrlicher Wortwitz für einen LEGObauer) Gewisse Dinge lassen sich einfach nicht mit vernünftigem Aufwand erreichen und man versteht nach und nach, dass es einer anderen Herangehensweise braucht um sich weiterentwickeln zu können.

Das Corona-Jahr hat ja seinen ganz besonderen Drive. Nichts geht mehr in Sachen Events und Ausstellungen. Damit ist dann auch, neben der bereits dämmernden organisatorischen Erkenntnis, die Zeit da um zu reflektieren und nachzudenken. Um es kurz zu machen: Das Nachdenken hat ein Ende. Und es hat einen Namen bekommen. Und das Kind heißt Born2Brick e.V. So, jetzt ist es raus! Puuuuh.

Zusammen mit 10 anderen „Eltern“ bin ich mitten im Corona Lockdown 6 Monate schwanger gegangen und wir haben am 30.06.2020 in Hattersheim einen gesunden Klemmbaustein-Verein zur Welt gebracht. Mittlerweile ist der Kleine amtsgerichtlich abgenabelt und vom Finanzamt für gemeinnützig befunden worden. Er entwickelt sich prächtig. 🙂

Aber zurück zum Thema: Angetrieben von der Erkenntnis, dass es in den letzten Jahren nur unter widrigen Umständen und kuriosen Kooperationen möglich war im Rahmen der Brick-Fans Rhein-Main Community Ausstellungen zu organisieren, eröffnet sich mir persönlich mit der Vereinsgründung nun eine Zukunft der Möglichkeiten. Auch die Brick-Fans werden ganz sicher davon profitieren, dass jetzt in einem abgesicherten rechtlichen Rahmen Ausstellungen und Events organisiert werden können.

Mein persönliches Herzblut hängt an Ausstellungen, aber es gibt so viele weitere Themen mit denen sich der Born2Brick e.V. beschäftigen will. Insbesondere im Bereich Kinder, Jugend und Bildung steckt so viel Potential für ehrenamtliches Engagement. Die Förderung der Kreativität, Inspiration für wunderbare Bauwerke und die Begeisterung für tolle Exponate sollen bei jung und alt im Mittelpunkt stehen. Daran liegt den Gründerinnen und Gründern, und damit natürlich auch mir, sehr viel.

Mittlerweile sind wir nicht mehr nur 11 sondern schon 30, die an der Zukunft der Möglichkeiten aktiv mitwirken und den Nukleus einer lebendigen Gemeinschaft bilden wollen und es werden täglich mehr. Ich bin so positiv überrascht über den Zuspruch und freue mich auf die kommende Zeit. Es liegt viel Arbeit vor uns und es wird spannender denn je! Ich möchte jeden ermuntern den „kreativen Weg“ mit uns zu gehen.

Ich freue mich aber auch über viele weitere schöne Momente mit den Brick-Fans. Denn ich bin mir sicher, dass es auch in der Komfortzone noch viel zu Erleben gibt.

Und nun vollkommen Gemeinnützig: Hier gehts zu den Formularen.

Are YOU born 2 brick?

LEGO Garage 361 – Neu gebaut

Wieder ein Stückchen Nostalgie: Die rote LEGO-Garage 361 von 1979 – im 2020er Gewand. Viel zu sagen gibts zu dem Set ja nicht, es spricht einfach für sich: FLASHBACK FLASHBACK FLASHBACK! Ich habe mir allerdings erlaubt die weissen Türen gegen ein modernes und funktionales Garagentor zu ersetzten. Man kann das rauf und runter machen, wie ein handelsübliches Schwingaragentor. Im Gegensatz zum Original kann man auch, wie bei einem Modularhaus üblich, das Dach herunternehmen um an das Innere heranzukommen. Manchmal bleibt im Eifer des Gefechts die Antenne des Cabrios am Garagentor hängen und dann ist das ganz praktisch mit dem Dach.

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LEGO 361 Garage revised by Filius Rucilo, auf Flickr

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LEGO 361 und LEGO 6627 by Filius Rucilo, auf Flickr

Jaaaaaaa – dieses Auto gehört einfach in diese Garage!

6227 Cabriolet überarbeitet

In welchem Kinderzimmer-Konvolut aus den 1980ern steckt nicht das kleine schwarze Cabriolet 6627? Richtig! In keinem. Dieses Auto gehörte damals einfach zu jeder Grundausstattung bei LEGO City. Entschuldigung; LEGOLAND hieß das seinerzeit natürlich noch in den Anfängen der Minifiguren.

LEGO 6627 Convertible revised

Der Kastenförmige Aufbau, die kantige Beleuchtung, die flache Silhouette, die konservative Farbwahl, die Lambda/2 Antenne auf dem Heck… Ich bin der festen Überzeugung, dass hier wohl ein Volvo Pate gestanden haben muss. Wenn nur nicht der der provokative rote Bodenträger das Bild des „Lehrerautos“ zerstören würde.

Damals waren die Lampensteine (4070), und der Bodenträger (4212) nigel-nagel-neue Teile und wurden in diesem und weiteren neu aufgelegten Sets erstmalig verbaut.

Im Zuge eines anderen „Back to the 80’s“ Projekt, bei dem das Fahrzeug beigesellt werden soll, habe ich das Cabrio überarbeitet und auf aktuelle Dimensionen gebracht. Ich weiss, es steckt sehr viel Nostalgie drin – aber so könnte es heute aussehen. Und wieder stecken ein paar Teile darin, die es erst seit kurzer Zeit gibt… Die oben genannten Kernmerkmale habe ich versucht bestmöglich mitzunehmen. Die aufklappbare Motorhaube ist allerdings auf der Strecke geblieben. Dafür gibt es unter der Haube jetzt einen quer eingebauten Vierzylinder – Na ja, jedenfalls angedeutet.

Beim MOCcen wurde dann aus einem kleinen Autochen, 4×10 Noppen, 29 Teile ein wahrer „Hausfrauenpanzer“ mit 115 Teilen 7×18 Noppen groß. Zu meiner Verteidigung: Es ist jetzt auch ein echter Zweisitzer.

Für alle, die es gerne nachbauen möchten, hier könnt ihr die Anleitung herunterladen:

The LEGOlorian

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The LEGOlorian by Filius Rucilo, auf Flickr

Manchmal, wenn man mal eben so schnell einen „Teststand“ für Powered!Up zusammenfrickelt, kommen ulkige Konstruktionen raus die man dann Zweckentfremden kann. 
So. Jetzt hab ich also mein erstes „StarWars“ MOC gebaut…

Wenn’s mal wieder länger dauert…

…bis die bestellten Teile für ein MOC eintreffen und man immer noch wegen Corona im „Terrassien-Urlaub“ weggesperrt ist kommt der geneigte LEGO-Baumeister ja auf die dollsten Ideen. Zum Beispiel mal ein paar Gebrauchte Teile im Bauteile-Vorrat als Mosaik „wegzubauen“ um Platz zu schaffen.

Die kleine Rakete – EigenkreationRocket Mosaic 32x32

Der Creeper, die Kuh und Alex – 3 Figuren aus der Minecraft Welt.Creeper, Cow + Alex

Des LEGO® Logo in 64×64 – immer gut auf Ausstellungen zu gebrauchen. LEGO® Logo Mosaic 48x48

Und hier noch das Kleingemeißelte, wegen dem LEGO Logo: LEGO and the LEGO Logo are trademarks of the LEGO Group which does not sponsor, authorize or endorse this WordPress post. Ordnung muss sein! 🙂

Das Snottinger Rathaus

So, liebe Freunde der Noppenkunst – heute mal keine launige Geschichte aus dem Snottinger Stadtleben!

Hier kommt das „Große“ MOC für 2020. Traditionell baue ich das im Winterurlaub und stelle es im Mai – rechtzeitig vor der Ausstellung in Rüsselsheim – vor. Wirb oder stirb ist die Devise. Aber ab diesem Jahr ist alles anders…
Kein Kulturfestival in Rüsselsheim heißt auch keine LEGO Ausstellung im Theater. Die Kollegen vom Kulturverband haben sich schon vor der COVID19 Krise dazu entschieden das Festival nur noch alle zwei Jahre durchzuführen. Als hätten sie es geahnt. Drücken wir mal ganz fest die Daumen das „der Impfstoff“ bald gefunden ist und das im nächsten Jahr wieder alles Normal läuft. Meiner Meinung nach wird es ohne flächendeckende Impfung mit den Corona-Versammlungs-Einschränkungen kein Ende nehmen.

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Rathaus Snottingen – Frontalansicht. Knapp 6500 Teile auf vier 32 Baseplates. Plus Straße und Rahmen dann gesamt 84×84 Noppen by Filius Rucilo, auf Flickr

Aber nun zum Thema: Hier kommt meine ganz eigene Interpretation des Rathauses. Das Ensemble besteht aus zwei Gebäuden im rechten Winkel mit einem Uhrenturm dazwischen, den ich in 45 Grad aufgestellt habe. Der Turm ist gleichzeitig die Einfahrt in den Rathaushof, welchen eine große Eiche ziert und der einen direkten Ausgang zum Snottinger Stadtpark hat. Im Rathaushof ist auch eine kleine Vorderladerkanone aufgestellt. Diese habe ich vor Rund 10 Jahren mal als Geschenk für meinen Vater gebaut, der ein leidenschaftlicher Sammler von Kanonenmodellen war. Teilweise haben die sogar wirklich funktioniert! Der fand die Rotröcke so toll und hat sich auch immer die Figuren besorgt, wenn es mal welche gab. Da war die Kanone ganz passend. Mit dem Tod meines Vaters 2017 kam die kleine Kanone dann wieder zurück in meinen Besitz und ich fand es zu Schade sie zu zerlegen. Nun hat sie ihren Platz endlich gefunden. Vor dem Rathaus steht der „Gewerbebrunnen“. Ein Schelm, wer dabei an das Rüsselsheim Vorbild denkt.

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